SPD-Kandidatin fordert gerechtere Gesellschaft

Veröffentlicht am 01.04.2017 in Ortsverein

Heike Engelhardt will CDU-Kandidat Direktmandat streitig machen

Heike Engelhardt, die Bundestagskandidatin der SPD, will dem CDU-Kandidaten Axel Müller das Direktmandat im Wahlkreis 294 streitig machen. „Jetzt erst recht“, gab die 55Jährige als Devise für den Wahlkampf aus, nachdem „Platz 31 auf der Landesliste wahrscheinlich nicht für den Einzug in den Bundestag ausreicht“.

In der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins sprach sich die Kandidatin für eine sozial gerechtere Gesellschaft aus. „Gleiche Chance für alle“ sei das Gebot der Stunde. Dazu gehöre Chancengleichheit für Frauen. Die Kandidatin kritisierte die „Zwei-Klassen-Medizin“ und machte sich für eine solidarische Bürgerversicherung im Gesundheitswesen als auch für die Öffnung der Rentenversicherung beispielsweise für kleinere Selbständige stark. Keinen Zweifel ließ die Kandidatin daran, dass „Bildung der Schlüssel für das Leben ist“. Engelhardt forderte kostenlosen Zugang zum Bildungssystem.

„Der Staat muss die Steuern bekommen, die ihm zustehen“, forderte die Rednerin in Anspielung auf die vielen Milliarden Euro, um die das Gemeinwesen betrogen werde. Mit diesem Geld ließen sich viele Probleme in der Bundesrepublik lösen, sagte die Kandidatin abschließend.

Heike Engelhardt ist seit 18 Jahren im Zentrum für Psychiatrie Südwürttemberg (ZfP) beschäftigt, seit Sommer 2016 als stellvertretende Beauftragte für Chancengleichheit und Referentin für Führungskräftetagungen sowie als Beraterin für Kommunikation im Maßregelvollzug. Engelhardt ist Kreisvorsitzende der SPD, stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende und seit Januar auch Mitglied der vierköpfigen SPD-Fraktion im Gemeinderat.

Nach dem Beitrag der Bundestagskandidatin nutzten mehrere Ortsvereinsmitglieder die Gelegenheit, auf die ihrer Ansicht nach wichtigen lokalen Fragen hinzuweisen. Im Forderungskatalog stehen bei den Sozialdemokraten bezahlbarer Wohnraum und niedrige Preise im öffentlichen Personennahverkehr ebenso wie die Stärkung von Bildungsstandorten beispielsweise in der Weststadt und ein umfassendes Verkehrskonzept für die gesamte Stadt

„Es hat sich einiges bewegt“, hatte zu Beginn  der Mitgliederversammlung Manfred Ströhm, der Vorsitzende des Ravensburger SPD-Ortsvereins, mit Blick auf die Entwicklung der Mitgliederzahl im Ortsverein gesagt. 117 Mitglieder zählt der Verein derzeit, von denen 20 in jüngster Zeit eingetreten sind.

 

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