SPD-Bürgerdialog: Eschach hat Entwicklungspotenzial

Veröffentlicht am 13.11.2015 in Ortsverein

Unterkünfte für Flüchtlinge in Oberhofen und in Weissenau, Bebauungspläne auf der Weissenauer Bleiche und die jüngst von Oberbürgermeister Daniel Rapp angedeutete Bestandsgarantie für die Ortschaften: Dies sind die Themen, die beim SPD-Bürgerdialog diskutiert wurden. Dazu hatte der Ortsverein der Sozialdemokratischen Partei am Donnerstag in die „Linde“ nach Oberhofen eingeladen.

Engelhardt: Städte müssen sozialen Wohnungsbau auf eigenen Grundstücken ermöglichen

In entspannter Atmosphäre mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen, das ist das Ziel der Bürgerdialoge, zu denen die Ravensburger SPD in die verschiedenen Wohnbezirke der Stadt einlädt. Unter dem Motto „Jetzt reden Sie – wir hören zu“ stellen sich Gemeinderätinnen und Gemeinderäte sowie Mitglieder des Vorstandes den Ravensburgern. Dies geht aus einer Pressemitteilung der SPD hervor.

„Wie viele Flüchtlinge kommen nach Eschach? Wie groß werden die zusätzlichen Einheiten in der Waidenhofener Straße in Obereschach und in der Weissenauer Florianstraße? Und wie können wir uns mit ihnen verständigen?“ Ein Eschacher Bürger fasste die drängenden Fragen zusammen, die die Gäste im Nebenzimmer der „Linde“ wie viele Bürgerinnen und Bürger von Eschach derzeit am dringendsten bewegen. Ortschaftsrat Rainer Frank nannte Platz für 50 Personen in Obereschach und für bis zu 140 Personen in der Florianstraße.

Von dem gelungenen Konzept der Flüchtlingsbegleitung über Helferkreise berichtete der Ortsvereinsvorsitzende Manfred Ströhm. Fürs DRK koordiniert er derzeit den ehrenamtlichen Helfereinsatz in den Unterkünften auf dem Martinsberg in Weingarten und in der Ravensburger Burachhalle. Ströhm sprach von persönlich bewegenden und bereichernden Begegnungen der Aktiven mit den Schutzsuchenden. Darüber hinaus stellte er das Patensystem vor, das derzeit aufgebaut wird. Dabei betonte er, dass sich niemand überfordern dürfe. „Kommen Sie zu einem Begegnungstag, schauen Sie, was Sie wirklich anzubieten bereit sind und was Sie auch tatsächlich leisten können.“ Sprachbarrieren könne man überwinden, ergänzte Ströhm‘s Stellvertreterin im Ortsverein Heike Engelhardt. Zum einen stehen Dolmetscher zur Verfügung. Fantasie, ein offenes Herz und gesunder Menschenverstand seien manchmal wichtiger als korrekte Grammatik, sagte die Kandidatin, die für die SPD in den Landtag einziehen will. Helferkreise seien ein wichtiger Schlüssel für gelingende Integration, bestätigte ein Lehrer im Ruhestand, der Flüchtlingen Deutschunterricht erteilt. Er warb dafür, mit Gelassenheit die Dinge sich entwickeln zu lassen.

Eschach hat Entwicklungspotenzial. Darin waren sich die Anwesenden Bürgerinnen und Bürger einig. Auf der Bleiche ergebe sich ein idealer Standort für hochwertige Wohnungen, die ein Augsburger Investor dort errichten wolle. Diese Chance gelte es zu nutzen. Freilich dürfe auch der soziale Wohnungsbau nicht außer acht gelassen werden, forderte Landtagskandidatin Heike Engelhardt. Der müsse vor allem für private Investoren attraktiv werden. Gleichwohl war sie sich mit den anwesenden Stadt- und Ortschaftsräten einig, dass derartige Vorhaben derzeit nur auf städtischen Grundstücken denkbar seien.

Die im Ortschaftsrat von Oberbürgermeister Daniel Rapp ausgesprochene Bestandsgarantie für die Ortschaften erfreut die Eschacher. Die Räte stufen diese Standort- und Aufgabengarantie ebenfalls positiv ein. Freilich gaben sie zu bedenken, dass es sich um eine politische Willenserklärung handle. Eine Ewigkeitsgarantie könne niemand geben.

 

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