Mattheis: Betriebsärzte sollten zeitnah impfen dürfen

Veröffentlicht am 20.04.2021 in Pressemitteilungen

Berlin / Ulm, 20. April 2021 – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Betriebsärzte erst im Juni in die Impfkampagne gegen Covid19 einbeziehen. Die Ulmer Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis hält das für zu spät – gerade in größeren Betrieben und solchen mit erhöhter Infektionsgefahr wie den Schlachthöfen.

 

„Wir müssen alles tun, um mehr Tempo beim Impfen reinzubekommen. Die Einbeziehung der Hausärzte war richtig, wir sollten nun auch zeitnah die Betriebsärzte – wo immer möglich – einbeziehen.“, forderte Mattheis. „Bestes Beispiel sind die Schlachthöfe wie Ulmer Fleisch. Wir wissen aus dem vergangenen Jahr, dass hier durch die Gemeinschaftsunterkünfte u.ä. erhöhte Ansteckungsgefahr besteht. Beschäftigte in diesen Unternehmen haben laut aktueller Impfverordnung außerdem eine erhöhte Priorität, warum dann nicht zeitnah die Betriebsärzte hier einbeziehen? Bei meinem Gespräch im vergangenen Monat hat der Geschäftsführer gut dargelegt, dass das Unternehmen dazu jederzeit in der Lage ist. Das sollten wir nutzen.“

 

Mattheis fügte an: „Nach dem schleppenden Start zu Beginn des Jahres haben wir nun glücklicherweise stetig steigende Lieferungen mit Impfstoff und Ankündigungen über zusätzliche Lieferungen von Biontech/Pfizer. Ich sehe daher auch das Potential, diesen zusätzlichen Impfstoff an Betriebsärzte großer Unternehmen bzw. Unternehmen, in denen aufgrund der ‚Arbeits- oder Lebensumstände ein deutlich erhöhtes Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht‘, wie es die Coronavirus-Impfverordnung ausdrückt, zu verteilen. Ich wünsche mir mehr Flexibilität in der Impfstrategie des Bundesgesundheitsministeriums.“

 

Homepage Hilde Mattheis MdB

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